Karikaturen vom Leipziger Schwarwel erheiterten und machten nachdenklich

Wir sitzen im selben Boot
© Schwarwel 2014
Schwestern
© Miriam Barrios 2014

Bei der dritten Beteiligung des BFW Leipzig an der Nacht der Kunst präsentierte sich die Bildungseinrichtung mit einer Doppelausstellung. So konnte der Leipziger Schwarwel sowie das Nachwuchstalent Miriam Barrios für die diesjährige Nacht der Kunst auf der Georg-Schumann-Straße am 6. September 2014 gewonnen werden.
Der Leipziger Karikaturist und Filmproduzenten stellte seine aktuellen Karikaturen aus. Hierin setzt er sich mit den Widersprüchen in der Politik auseinander, was einerseits zu angeregtem Schmunzeln, aber auch Nachdenklichkeit führte. Die einzelnen Zeichnungen stammen aus seinen Büchern „Die Bändigung des Kapitalismus“ von 2011 und „Zu Besuch bei Freunden“ von 2013.
Schwarwel veröffentlichte 1988 seine ersten Comicstrips und ist seither ein begehrter Illustrator für renommierte Zeitungen und Zeitschriften wie Cicero, Der Spiegel, taz oder die Sächsische Zeitung. Von 1993 bis 2011 war er Art Director der Besten Band der Welt: die ärzte, für die er bis auf eine Ausnahme alle Album- und Singlecover und so ziemlich alle Druck- und Websachen schuf. 1999 stieg er als Trickfilmer, Drehbuchautor und Produzent ins Filmgeschäft ein. Seine eigenen Animationsfilmproduktionen sowie die Publikationen erscheinen bei „Glücklicher Montag“. Zu seinen letzten Filmprojekten gehörten „Richard – Im Walkürenritt durch Wagners Leben“, „1813 - Gott mit uns“ von 2013.
Die junge Comic-Zeichnerin Miriam Barrios (15) ist Schülerin am Evangelischen Schulzentrum und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Comics. Bald entwickelte sie ihren eigenen Stil. Es ist ihre erste öffentliche Ausstellung.
Schwarwel und Miriam Barrios freuten sich über den großen Zuspruch an der Doppelausstellung. Über 200 Besucher zog es im Laufe des Abends in die Räumlichkeiten des BFW Leipzig. Viele nutzten die Gelegenheit für eine kulinarische Stärkung im Bistro, um sich dann wieder auf die sechs Kilometer lange Kunstmeile der Georg-Schumann-Straße zu begeben.