Hoffnung geben für Bangladesch durch Informationsaustausch

Am 22. August 2019 weilte eine Delegation aus Bangladesch im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig). Auf Einladung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wollten sich die Gäste ein Bild über Aufbau und Inhalte der beruflichen Rehabilitation machen.

Die Delegation aus Bangladesch interessierte sich für die verschiedenen Aspekte der beruflichen Rehabilitation. Hier im Meßraum der Qualitätsfachleute des BFW Leipzig. © M. Lindner, BFW Leipzig
Die Delegation aus Bangladesch interessierte sich für die verschiedenen Aspekte der beruflichen Rehabilitation. Hier im Meßraum der Qualitätsfachleute des BFW Leipzig. © M. Lindner, BFW Leipzig
Die Delegationsmitglieder mit dem Geschäftsführer des BFW Leipzig, Jörg Beenken (r.) und Steffen Gonsior (l.), Harunur Rashid (3. v. l.) sowie der Begleiterin der Delegation Carolin König von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. © M. Lindner, BFW Leipzig
Die Delegationsmitglieder mit dem Geschäftsführer des BFW Leipzig, Jörg Beenken (r.) und Steffen Gonsior (l.), Harunur Rashid (3. v. l.) sowie der Begleiterin der Delegation Carolin König von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. © M. Lindner, BFW Leipzig

Neun Mitglieder einer Delegation aus Bangladesch informierten sich am 22. August 2019 im BFW Leipzig über die Inhalte und Umsetzung der beruflichen Rehabilitation in einem Berufsförderungswerk. Die Gäste, die sich aus verschiedenen Trainingsinstituten in Bangladesch zusammensetzten, hatten sich zuvor erfolgreich um eine Teilnahme an diesem Train the Trainer Kurs zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement beworben. Die siebtägige Studienreise der Delegation fand im Rahmen eines Projektes der DGUV zur Einführung einer Unfallversicherung in Bangladesch statt, welches durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert wird. Hauptanliegen des Aufenthaltes war die Vermittlung verschiedener Aspekte der Bildungsarbeit im Falle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Dabei war das BFW Leipzig eine Station.

Begrüßt wurden die Mitglieder der Delegation vom Geschäftsführer des BFW Leipzig, Jörg Beenken. Nach seinen Worten stellt die berufliche Rehabilitation einen wichtigen Bestandteil der sozialen Leistungen von Rentenversicherungen, Arbeitsvermittlungen und gesetzlichen Unfallversicherungen dar. „Wenn Menschen durch Unfall oder Krankheit nicht mehr ihre bisherige Tätigkeit ausüben können, dann haben sie über die berufliche Rehabilitation die Chance einen Weg zurück in Arbeit zu finden“, so Jörg Beenken. Er und sein Kollege vom Marketing, Steffen Gonsior, erläuterten das System der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, dass sich deutschlandweit auf insgesamt 28 Berufsförderungswerke sowie weitere private Träger verteilt. „Das wichtigste Kriterium für unsere Arbeit ist“, erläuterte Steffen Gonsior, „dass wir so viele Menschen wie möglich wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt integrieren können.“ Davon profitiere die Wirtschaft, weil sie durch die Berufsförderungswerke auf hochqualifizierte Fachkräfte zurückgreifen könnten. Aber, am wichtigsten sei es, nach den Worten von Steffen Gonsior, dass die Betroffenen wieder am gesellschaftlichen und Arbeitsleben teilhaben können.

Zur Verdeutlichung der hohen Standards, die an die berufliche Erwachsenenbildung gelegt werden, führte der abschließende Rundgang durch die modernen Schulungs- und Trainingsräume des BFW Leipzig. Hier konnten sich die Gäste aus Bangladesch von dem hochwertigen Ausstattungsgrad überzeugen. Seien es moderne Behandlungsplätze bei den Kosmetikerinnen oder 3-D-Messmaschinen für die praktische Ausbildung der Qualitätsfachleute, I-Macs für die Mediengestalter, die Serverlandschaften für die Fachinformatiker Systemintegration oder spezialisierte Arbeitsplätze für die Elektroniker.

Herr Harunur Rashid von Research, Training and Management International (RTM) bedankte sich im Namen der Teilnehmerin und der Teilnehmer der Delegation aus Bangladesch für die wichtigen Informationen rund um die berufliche Rehabilitation. Sie haben sich viele Notizen gemacht und werden diese in ihrem Land mit den entscheidenden Regierungsgremien auswerten. „Wir hoffen, dass wir unsere Regierung überzeugen können, so ein System der beruflichen Rehabilitation zu etablieren“, äußerte Harunur Rashid zum Abschied.