29 Schulanfänger bei der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB)

Am 27. August 2018 begannen 29 „Schulanfänger“ eine BvB-Maßnahme. Ziel ist die Vorbereitung auf eine Ausbildung. Agentur für Arbeit Leipzig zeigt sich zufrieden mit der Arbeit.

Marko Daubitz, Fachbereichsleiter BTZ Leipzig und BTZ Chemnitz am Berufsförderungswerk Leipzig.
© A. Starke, BFW Leipzig

Mit großen Erwartungen starteten 29 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren am 27. August 2018 eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB). Im Beruflichen Trainingszentrum am Berufsförderungswerk Leipzig (BTZ Leipzig) können sich die jungen Leute auf die Ausbildung vorbereiten, sich stabilisieren und gegebenenfalls ihren Hauptschulabschluss erwerben. „Wir beobachten seit Jahren eine Entwicklung, dass immer mehr junge Menschen wegen psychischer Probleme die Schule ohne einen Abschluss verlassen“, sagt der Fachbereichsleiter des BTZ Leipzig Marko Daubitz. „Zu den meisten Ursachen zählen Persönlichkeitsentwicklungsstörungen bei den Kindern und Jugendlichen wie Mobbing, Depression, Drogen, Alkohol, Anpassungsstörungen.“

Die BvB ist eine besondere Form der Rehabilitation für diese jungen Leute, die noch nicht über die erforderliche Ausbildungsreife verfügen. „Wir unterstützen nicht nur den Hauptschulabschluss nachzuholen, sondern bereiten auf eine Ausbildung vor, helfen auch bei der Berufswahl und fördern die Persönlichkeitsentwicklung.“ Dabei greift die BvB am BTZ Leipzig berufliche Ideen und Potenziale der Schulabgänger auf und entwickelt diese weiter.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Marko Daubitz setzen auf eine individuelle Betreuung ihrer Teilnehmer. Bildungsbegleiter, Psychologen, Ausbilder, Berufliche Trainer, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Ärzte bilden das multiprofessionelle Team. „Wir haben uns in den letzten zwei Jahren zusammen mit den Jugendlichen weiterentwickelt“, sagt der Leiter des BTZ Leipzig.

Die kleinen Klassen von bis zu 10 Schülern sind ein wichtiger Grund, warum in den letzten zwei Jahrgängen, seit die BvB-Maßnahme im Sommer 2016 an den Start ging, fast alle eine Erstausbildung beginnen konnten. „Wir merken, wie die jungen Leute diese ihnen entgegengebrachte Wertschätzung dankbar annehmen“, berichtet Marko Daubitz weiter. Einige von den Jugendlichen gehen ihren Weg weiter über eine Inklusionsgestützte Erstausbildung, die ebenfalls im BTZ Leipzig absolviert werden kann.

Regina Höfer, die als Reha-Spezialistin der Agentur für Arbeit Leipzig die Kinder und Jugendlichen begleitet, zeigte sich von den bisherigen Erfolgen der Maßnahmen am BTZ Leipzig begeistert: „Von der Eignungsanalyse über die Grundstufe, weiter über eine Halbjahresauswertung bis hin zur Auswertung am Ende der Maßnahme sind wir über die Entwicklung der Jugendlichen sehr gut informiert. Und dabei erleben wir, wie individuell die jungen Menschen hier betreut werden. Wir sind sehr zufrieden.“