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Für Rehaträger

EFL - Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit nach Susan Isernhagen (Assessmentverfahren)

Die Einschätzung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ist oft zwingende Voraussetzung für eine berufliche Wiedereingliederung. Da rein subjektive Einschätzungen nur eingeschränkt Rückschlüsse auf Leistungsdefizite oder potentielle Reserven zulassen, bedient man sich objektivierbarer und messbarer Kriterien mittels der EFL zur Feststellung verbliebener funktioneller Einschränkungen.

 

Zielgruppe

  • Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die nach krankheitsbedingtem Ausfall wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren sollen, um einen Arbeitsplatzverlust zu verhindern

Zielsetzung

  • Feststellung des vorhandenen körperlichen Leistungsvermögens und verbliebener funktioneller Einschränkungen (meist konkret in Bezug auf eine bestimmte berufliche Tätigkeit)

Dauer

 

2 Tage
1. Tag: 08:00 – 14:00 Uhr
2. Tag: 08:00 – 12:00 Uhr (durchschnittlich)

 

Außer einer Volltestung (mit 29 Tests) bieten wir auch Screening-Testungen (mit z. B. nur 9 - 14 Tests) an, die individuell auf die jeweilige Fragestellung zugeschnitten sind.

Inhalt

 

Mit 29 standardisierten funktionellen Leistungstests wird die Belastbarkeit für häufige Arbeitsabläufe unter realitätsgetreuen Bedingungen untersucht.

 

Die zweitägige Testdauer hilft dem Untersuchenden, eigene Beobachtungen wie z. B. verbale und nonverbale Äußerungen der Probanden zu sammeln und die Kohärenz des Gesamteindrucks zu prüfen. Erörtert werden körperliche Fähigkeiten und Defizite allgemein und konkret bei Ausübung der letzten beruflichen Tätigkeit. Als Resultat erfolgt die Beurteilung der aktuellen arbeits­bezogenen Belastbarkeit und Empfehlungen bezüglich einer Rehabilitation bzw. der Wiedereingliederung.

 

Mit Hilfe der EFL erkennt der Proband das eigene Leistungsvermögen und seine Belastungsgrenzen. Diese Erprobung ist auch positiv und hilfreich, da sie eine notwendige Findung geeigneter therapeutischer Maßnahmen unterstützt und zugleich irreale Vorstellungen abgebaut werden.


Voraussetzungen

  •  medizinisch stabiler Zustand
  •  bei einer medizinischen Rehabilitation ist diese schon im Endstadium; ggf. ist auch eine Ergometrie (Belastungsmessung auf dem Fahrrad) vorher vorteilhaft (Herzkreislauferkrankungen)

Ablauf

Die EFL gliedert sich in drei Phasen:

1. Phase: Medizinische Anamnese
- Aufnahmegespräch zu Vorerkrankungen, Krankheitsbild und Krankheitsverlauf, Schmerz und schmerzbedingten Funktionseinschränkungen, zu erfolgten medizinischen Eingriffen, den Bedingungen am bisherigen Arbeitsplatz

2. Phase: Klassische Untersuchung , vorrangig des Bewegungssystems
- Analyse der allgemeinen Ausgangsbedingungen des Klienten zur funktionellen Leistungsfähigkeit
- Erfassen wesentlicher Funktionsstörungen

3. Phase: EFL - Test
- umfassende, systematische, krankheits- und arbeitsplatzbezogene Leistungsevaluation unter realistischen Belastungssituationen
- PACT- Selbsteinschätzungsbogen zur körperlichen Belastbarkeit (als Vergleich zu den Untersuchungsergebnissen)

 Ergebnisbericht

Die Testergebnisse werden zusammengefasst und gemeinsam mit einem standardisierten Bericht aller Testresultate dem Auftraggeber zugesandt. Neben quantitativen Aspekten der Belastbarkeit sind darin auch die Beobachtungen der Therapeuten festgehalten.

Zu folgenden Punkten wird unter anderem Stellung genommen: relevante funktionelle Probleme; Arbeitssituation, Arbeitsfähigkeit; Testdurchführung; Auftreten von Symptomen und Umgang mit Beschwerden; Sicherheit der Arbeitstechnik; Selbsteinschätzung der körperlichen Belastbarkeit; relevante Fähigkeiten und Defizite; Fähigkeiten und Defizite bezüglich der beruflichen Tätigkeit.

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