Durch Dick und Dünn – Reha-Kolloquium zu Adipositas

Pressemitteilung

06.09.2017

Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) und das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen (IFB AdipositasErkrankungen) laden am 6. September zu einem rehawissenschaftlichen Kolloquium zum Thema „Durch Dick und Dünn – Adipositas und Arbeitswelt“ ein. Die Veranstaltung wird durch die Fotoausstellung „SCHWERE(S)LOS“ der DAK-Gesundheit begleitet.

 

Motiv des Reha-Kolloquiums 2017

© H. Blumentritt, BFW Leipzig

Beim diesjährigen rehawissenschaftlichen Kolloquium soll es um die Auswirkungen von Adipositas auf die Arbeitswelt gehen. Adipositas ist der lateinische Begriff für starkes oder krankhaftes Übergewicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m² als adipös ein. Das Robert Koch-Institut stellt in einer Erhebung fest, dass zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland übergewichtig sind. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös).1 Noch wird Adipositas nicht als Erkrankung, sondern als ungesunde Lebensweise eingestuft. Adipositas ist aber, laut Einschätzung des IFB AdipositasErkrankungen eine Erkrankung mit vielen unterschiedlichen Ursachen und weitreichenden Folgen. Um diese Unterschiede in der Bewertung mit ihren Wirkungen auf die Arbeitswelt besser zu differenzieren, haben das BFW Leipzig und das IFB AdipositasErkrankungen Referenten eingeladen, die darüber mit den Gästen aus Wirtschaft, Medizin und Vertretern von Rentenversicherungen, Arbeitsagenturen und Jobcentern ins Gespräch kommen wollen.

Für das Thema Lebensgefühl von Menschen, die sich in einem Körper über dem „normalen“ BMI wohlfühlen, sowie über die Alltagsdiskriminierung wurde Natalie Rosenke, 1. Vorsitzende der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung (GgG) e.V., als Referentin gewonnen.

Die Referenten vom IFB AdipositasErkrankungen Dr. Thomas Ebert, Facharzt für Innere Medizin, Prof. Dr. Claudia Luck-Sikorski, Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie und Dr. Tatjana Schütz, IFB AdipositasErkrankungen Core Unit Ernährung und klinische Phänotypisierung, gehen inhaltlich tiefer auf die Erkrankung ein. Sie erklären, was Adipositas ist und welche Erkrankungen sich aus starkem Übergewicht ergeben können, wie sich Adipositas auf die Psyche der Betroffenen auswirkt und stellen Therapieansätze vor.

Rechtsanwalt Dr. Stefan Müller öffnet als Fachanwalt das Feld des Arbeitsrechts. Wie sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf das Thema im Unternehmen einstellen müssen, wird er in seinem Vortrag erläutern.

Es wird auch aus Sicht von Leistungsträgern der Gesundheits- und Sozialvorsorge auf das Thema geblickt. Christine Enenkel, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Sachsen, wird auf die Auswirkungen für die Krankenkassen eingehen, und ein Vertreter der Rentenversicherung sieht sich die Situation aus der Perspektive der medizinischen und beruflichen Rehabilitation an.

Begleitet wird das diesjährige Kolloquium von einer Fotoausstellung. Die DAK Gesundheit und das Medizinunternehmen Johnson & Johnson initiierten einen Wettbewerb zur Darstellung des Themas Adipositas. Herausgekommen ist eine ästhetische Bilderschau junger Studierender.

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