05.09.2015 - Nacht der Kunst: "Leipzig im Herbst ´89"

Herbst '89
© Armin H. Kühne 1989
Leipziger Hauptbahnhof
© Emmeli Julia 2015

Der Leipziger Fotograf Armin H. Kühne, seit jeher als dokumentarischer Fotograf und Chronist des Stadtgeschehens tätig, zeigt in seiner Ausstellung bewegende Momente der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989. Woche für Woche war er auf den Leipziger Montagsdemonstrationen mit seiner Kamera dabei. Hunderte Bilder entstanden so von den Tagen der Wende. Die Ausstellung, eine Leihgabe der Universität Leipzig im Jubiläumsjahr der deutschen Wiedervereinigung, zeigt eine Retrospektive aus diesem großen Fundus, darunter zahlreiche bisher nicht veröffentlichte Bilder.

Mit der Nachwuchskünstlerin Emmeli Julia Hahn stellt auch in diesem Jahr wieder ein Gast aus dem Kunstkurs des Immanuel-Kant-Gymnasiums aus. Auf sehr hohem Niveau hat die Schülerin mit verschiedenen Techniken Bilder entstehen lassen, die ansprechen und zum Nachdenken anregen. 

Wir freuen uns auf alle kunstinteressierten Neugierigen.

Weitere Informationen zur Nacht der Kunst finden Sie auf folgender externen Webseite: www.NdK-Leipzig.de

Armin H. Kühne – Fotoreporter mit einem Blick für den Wandel

Armin Kühne
© Armin Kühne

Seit 1979 beobachtet Armin Kühne als freiberuflicher Fotoreporter seine Heimatstadt durch den Sucher seiner Spiegelreflexkamera. Die auf Zelluloid und Silizium gebannten Momentaufnahmen bilden mittlerweile einen historischen Schatz. Ihn interessiert seine Stadt, in der er 1940 geboren wurde. Er dokumentierte den Verfall und den Aufbau.

Armin H. Kühne kennt die Ecken und Kanten von Leipzig und die kleinen Geschichten dahinter. Er weiß, wo wer gewohnt hat und welches Gebäude heute aus dem Stadtbild verschwunden ist. Der studierte Maschinenbauingenieur bedauert manch städtebaulichen Fehler und bewundert den Mut von Architekten und Bauherren, die aus heruntergekommener Bausubstanz architektonische Schmuckstücke hervorbrachten und somit das Stadtbild aufleben ließen. Alles festgehalten mit seiner Fotokamera. „Ich wollte zeigen, dass sich etwas bewegt und die Leute stolz sein können auf das, was geworden ist – bei all den Problemen, die es sonst gibt", erzählte er dem Mitteldeutschen Rundfunk 2010 in einem Interview.

Mittlerweile füllen seine fotografischen Erinnerungen mehrere Bücher. Jüngst erschien im Passage-Verlag der Bildband „Leipzig – Stadt des Wandels" (ISBN 978-3-95415-002-1) mit Texten von Leipziger Persönlichkeiten. Eine bildhafte Liebeserklärung an seine Stadt Leipzig.

Emmeli Julia Hahn – Bild im Kopf auf Papier und Leinwand gebracht

Emmeli Julia Hahn
© Emmeli Julia Hahn

Emmeli Julia Hahn besucht mit ihren 16 Jahren die 11. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzig. Sie belegt u.a. den Leistungskurs Kunst in der Gymnasialstufe.

„Solange ich mich erinnern kann, war ich vom Zeichnen und Malen angetan“, sagt Emmeli über ihre Leidenschaft. Es helfe ihr, Gedanken auszudrücken, die sie nicht in Worte fassen könne. Mit ihrer Kunst erschaffe sie Orte, „die mich aus dem Alltag befreien“. So kommt es, dass sie im Grunde jeden Tag mindestens ein neues Bild hervorbringe. Einen Zeichenstift und ein Blatt habe sie immer dabei.

„Ich habe nie eine Zeichenschule besucht und mir meine Fähigkeiten selber angeeignet“, erzählt die junge Künstlerin, die zum Schuljahresende im Kant-Gymnasium ihre erste größere Einzelausstellung präsentierte. Einige Bilder wurden für Schulprojekte von Schülern, Lehrern, Eltern und Gästen des traditionellen Abschlussfestes ersteigert. „Auch heute noch versuche ich, mit jedem neuen Bild andere Techniken und Motive auszuprobieren, um mich weiterzubilden und dazuzulernen.“

Emmeli Hahn ist die zweite Schülerin des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzig, die ihre Kunstwerke im Rahmen der Nacht der Kunst präsentiert.

Das Immanuel-Kant-Gymnasium unterstützt die Ausstellungsarbeit des BFW Leipzig durch Staffeleien, die die Schule der Leipziger Bildungseinrichtung für diesen einen Abend zur Verfügung stellt.