Leipzig liest im BFW Leipzig

Wieder guter Zuspruch für "Leipzig liest" im BFW

Von Sachsen über Tel Aviv nach Rom zogen sich die Lesereisen im BFW Leipzig von Donnerstag bis Samstag während der Leipziger Buchmesse 2016. © M. Lindner, BFW Leipzig Damit reihte sich das Berufsförderungswerk Leipzig in die 410 Leseorte mit ihren 3.200 Veranstaltungen während des Lesefestivals „Leipzig liest“ ein. Gut 120 Zuhörer folgten den drei Lesungen an den drei Abenden im Bistro der Bildungseinrichtung.

Silva Sachse konnte mit ihrem zweiten Märchenbuch in sächsischer Mundart das Publikum begeistern. Mit Witz trug Rüdiger Tauer von „Grünauer Garnevals Glub“ dir Passagen aus dem Buch vor. Mit dem zweiten Buch von Silvia Sachse wurde die Reihe modern adaptierter Märchenbücher im Stile der Lene Voigt fortgesetzt. Die Prinzessin auf der Erbse, Rotkäppchen und der Wolf erscheinen in einem neuen Gewand. Amüsant spiegelt Silvia Sachse die Gegenwart in ihren Texte, dabei benutzt sie den sächsischen Alltagsslang als hervorragendes stilistisches Mittel, ohne dabei sprach flach abzufallen. Auch in diesem Band fertigte Thomas Oberbuchner, Ausbilder bei den Mediengestaltern im BFW Leipzig, die Illustrationen an. Frau Sachse lernte Herrn Oberbuchner während ihrer Umschulung zur Schriftsetzerin von 1994 bis 1996 kennen. Thomas Oberbuchner erkannte ihr Talent und ermutigte sie, sich dem Buchschreiben zu widmen. Silvia Sachse verriet im Anschluss an die Lesung, dass sich nicht nur zwei neue Märchenbücher schreiben wolle, sondern sich auch auf Geschichten aus dem Alltag stützen möchte, um diese in der ihr passenden Art zu karikieren.

Mit der Fortsetzung seines Reiseberichts „Mit dem Rad durch Israel“ trat Johannes Reichert in den Ring der Lesearena. Er trug den zweiten seiner Reiseerlebnisse durch den Süden des Landes vor. Von Tel Aviv nach Jerusalem konnten ihn die Zuhörer begleiten, Höhen und Tiefen seiner manchmal auch beschwerlichen Reise auf dem Drahtesel nachempfinden. Höhepunkte seines Trips waren sicherlich die Fahrt durch eine unendlich erscheinende israelische Wüste, der Blick von Masada über die zurückgelegte und noch bevorstehende Strecke sowie der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Er konnte in seiner Beschreibung Israels den Eindruck eines fast friedlichen Landes mit sehr freundlichen Menschen vermitteln, obwohl es im Umfeld seiner Tour zu Auseinandersetzungen gekommen sei.

Auch Thomas Bauer begeisterte das Publikum am Buchmesse-Samstag mit seiner Geschichte des Fußmarsches „Auf dem Franziskusweg von Florenz nach Rom“. Der Autor war 500 Kilometer zu Fuß durch Italien unterwegs. Auf der ersten Hälfte der Pilgerreise wurde der Reisebuchautor vom italienischen Koch Bruno Mazza begleitet. Die vielen Verirrungen auf dem noch nicht so bekannten Pilgerweg des Franz von Assisi führten die Beiden an verschiedene reizvolle, verschlafene und wilde Orte in der Toscana und Umbrien, bevor Autor Thomas Bauer nach gut 20 Tagen die heilige Stadt Rom erreichte. Während ihrer Reise sammelte der Koch Bruno Mazza typische italienische Rezepte, die in das bald erscheinende Buch einfließen werden.